Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Der Name der Leute

von Michel Leclerc - Frankreich 2010 - 104 Min.

"Fasten auf italienisch" (siehe unten) in einer anderen Version. Auch hier geht es um die kulturelle/politische Integration, um Selbstwertgefühl, Anerkennung und Respekt. Er (Arthur) will seine jüdische Herkunft verbergen; sie (Bahia) betont ausdrücklich ihre arabischen Wurzeln. Die jeweiligen Eltern/Großeltern kommen von überall her.

Der Clou des Films. Bahia schläft mit politisch rechts stehenden Männern, um sie ideologisch umzudrehen. Und als sie den bekennenden Linkswähler Arthur völlig vereinnahmt und dessen Leben durcheinander wirbelt, ist der Plot für eine charmante und irrwitzige Komödie gegeben. Wie in einem Mosaik aus bunten Gläsern setzt sich nach und nach ein Bild der Gegenwart zusammen, das den Zuschauern interessante und aufschlussreiche Perspektiven anbietet und Einblicke verschafft. Die Hauptdarstellerin Sara Forestier allein macht den Film sehenswert.