4 Tage im Mai
von Achim von Borries - D/Russland 2011 - 97 Min.
Eigentlich eine interessante Geschichte. Vier Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges wird ein Kinderheim an der deutschen Ostseeküste von einem sowjetischen Spähtrupp besetzt. In Sichtweite lagern Soldaten der Wehrmacht. Ein 13-jähriger Waisenjunge will sich als Held erweisen und gerät zwischen die Fronten. Es ist ein sowjetischer Hauptmann, der sich als wahrer Freund erweist und die Kinder sogar gegen seine eigenen Leute verteidigen muss.
Das alles ist leider nicht emotional bewegend, sondern verkitscht und mit Klischees überhäuft. Der Hauptdarsteller Aleksei Guskov ist gleichzeitig auch der Ko-Produzent und hat sich hier eine Rolle als gebrochener Held und Sympathieträger gekapert, die so früher von Wassili Schukschin gespielt wurde.
Einziger Lichtblick in diesem Aufguss des "grpßen vaterländischen Kinos" ist der Junge Pavel Wenzel mit roten Haaren, grünen Augen und russischen Sprachkenntnissen. Lt. Presseheft spielt er in der D-Jugend von Enerie Cottbus und will später einmal Fussballspieler werden. Viel Erfolg, Junge!