Der Tag, an dem die Erde stillstand
von Scott Derrickson - USA 2008 - 103 Min.
Der gleichnamige Film aus dem Jahre 1951 unter der Regie von Robert Wise ist ein Sci-Fi-Klassiker, der auch heute noch wegen seiner klaren Struktur und dem bewussten Einsatz seiner Spezialeffekte überzeugt. In der Zeit des Kalten Krieges, in der dieses Genre für politische Botschaften missbraucht wurde - "die Angst vor dem Kommunismus" -, setzte er neues Denken frei. Damals ging es um die Folgen der Wettrüstung. Noch vor einiger Zeit habe ich diesen Film in einem Uni-Seminar eingesetzt. Er fand in der Generation der 20-jährigen eine beachtliche Resonanz.
In der aktuellen Verfilmung haben sich die Akzente verschoben. Technisch glänzt er durch die heute vorführbaren Effekte sowie durch den Verzicht auf überflüssige Rahmen- bzw. Nebenhandlungen. Zentrales Thema ist diesmal die globale Katastrophe, die durch den rücksichtslosen Umgang der Menschheit mit den Ressourcen der Natur droht.
Der richtige Film zur richtigen Zeit, denn heute - am 08.12.2008, dem Tag der Pressevorführung - wird in den Tageszeitungen auf die Welt-Klimakonferenz im polnischen Posen hingewiesen. Im Kern geht es um das globale Miteinander, um den zivilisatorischen Stand der Welt. Eine Vorführung dieses Films als Rahmenprogramm wäre äußerst sinnvoll.
Nebenbei bemerkt: Der Film von heute animiert dazu, sich noch einmal die klassische Version anzusehen, die es auf einer wirklich empfehlenswerten DVD gibt.
(Ab 04.12.2008)