Babycall
von Pal Sletaune - Nor/Schw 2011 - 96 Min.
Noomi Rapace spielt eine psychisch angeknackste Mutter, die sich mit ihrem achtjährige Sohn Anders auf der Flucht vor dem ultrabrutalen Ehemann und Vater befindet. Sie vertraute sich der Obhut der Jugendbehörden an, die sie in einem riesigen Appartmenthaus unterbringt. Um den schlafenden Sohn zu überwachen, kauft sie sich ein Babyphone, aus dem sie beunruhigende Töne aus einer fremden Wohnung hört.
Das ist der Anfang des Films. Das Ende hat damit überhaupt nichts mehr zu tun, da immer neue Zeit- und Wahrnehmungsebenen übereinander geschichtet werden, die nicht nur verwirren, sondern auch verärgern. Entweder hat sich der Film vorgenommen, die Intelligenz der Zuschauer einer Geduldprobe zu unterziehen oder sie schlichtweg zu verarschen.
Was bleibt, ist ein großes Ärgernis und der Eindruck, dass Noomi Rapace hier mit allen Mitteln versucht, Mia Farrows Leistung in "Rosemaries Baby" zu übertreffen.