Lulu & JIM
von Oskar Roehler - D 2008
Eine Hommage und Parodie auf die Filme der 60er-Jahre. Es ist die Zeit des Rock'n'Roll und der Ami-Sender. Lulu (Jennifer Decker) ist eine Tochter aus gutem Hause - doch leider ist die Familie bankrott und auf die Finanzen eines blasierten Snobs (Bastian Pastewska) angewiesen. Lulu aber verliebt sich in den gut aussehenden, aber mittellosen Schwarzen Jimi (Ray Fearon), der auf dem Skooter der Dorfkirmes die Attraktion aller Mädchen ist. Dieser "unmöglichen" Liebe stehen entgegen u.a. eine selbstsüchtige, bösartige Mutter (Katrin Sass) mit ihrem sehr dienstwilligen Chauffeur (Udo Kier) und ein Spritzen-Arzt wie aus den Mabuse-Filmen (Hans-Michael Rehberg). Was wie eine zuckersüße Liebesromanze in knallbunten Bildern und mit viele Musik beginnt, endet melodramatisch mit Mord und Totschlag. Lulus Vater (Rolf Zacher) - "Daddy Cool" genannt - spielt dabei zunächst gar keine, doch am Ende eine entscheidende Rolle.
"Lulu & Jim" ist ein Trivial-Film - und das muss man können. Roehler kann es und schafft hier eine faszinierende Bilder-Komposition; angereichert durch ein spielfreudiges, genreerfahrenes Ensemble, das gut gelaunt diese Melange aus Lovestory und Gangsterfilm meistert.
(Ab 25.12.2008)