Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Holy Motors

von Leos Carax - F 2012 - 115 Min.

Ein Mann (Oscar) wird mit einer riesigen Stretchlimousine durch Paris gefahren. Am Steuer sitzt eine große Blonde, die ihn von Termin zu Termin fährt. Die einzelnen Stationen sind sehr unterschiedlich und Oscar muss sich in verschieden Identitäten und Charakteren bewähren. Mal ist er eine bettelnde, alte Frau, dann ein Killer, dann ein Monster und dann ein liebevoller Familienvater. Aber das ist nur eine kleine Auswahl.

Filme mit nichtnormativer Ästhetik sind eine willkommene Herausforderung für Publikum und Presse. Niemand kann vorhersagen, was geschieht und wie es ausgeht. Oh, welche Wohltat.

Wer die Filme von Bunuel liebt, sich bei den Stücken von Ionesco amüsiert und sich in den Bildwelten von Leos Carfax verlieren kann, kommt bei diesem assoziativen Trip voll auf seine Kosten. Und anschließend setzt dann das Vergnügen ein, den Film zu interpretieren.