Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

La Zona

von Rodrigo Plá - Mexiko 2007

Eine außergewöhnlicher Film. In Mexiko-City - so unterstellt es die Handlung - gibt es ein Villenviertel, das sich von der Stadt abgetrennt hat, streng bewacht wird und das Gemeinwesen in die eigenen Hände genommen hat. Solche Orte gibt es in der Tat sehr oft in Mittel- und Südamerkia; vornehmlich wohnen hier nicht nur die Reichen, sondern auch die gut betuchten Ausländer wie Diplomaten etc.

Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist weniger real, sondern mehr ein Modell. Drei Jugendlichen gelingt es, über die Mauern zu kommen. Ein spontaner Einbruch geht schief, es gibt Tote...

Die Bewohner von "La Zona" wollen aber keine Polizei auf ihrem Gelände und versuchen, in eigener Regie diese Situation zu meistern - die Besonnenen auf der einen, der Mob auf der anderen Seite. Die sich dann daraus ergebende Frage ist die, ob Menschen das Recht in die eigene Hand nehmen dürfen - besonders dann, wenn die Polizei korrupt ist und an einer Klärung des wahren Sachverhaltes niemand so richtig interessiert ist. Eine Jugendlicher, der in dem Villenviertel lebt, beschützt einen der Eindringliche und gerät dabei in Widersprüche und Gewissenskonflikte.

Die Film wirft viele Fragen auf - und beantwortet sie nicht!

Das muss der Zuschauer leisten.

"La Zona" ist ein Film, der auf internationalen Festivals mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichnet wurde.