Blank City
von Céline Danhier - USA 2009 - 94 Min.
Eine "Dokumentation" der Film-, Musik- und Kunstszene im New York der 1970er-Jahre. Es waren die Underground-Zeiten, die spannende, spektakuläre und innovative Erlebnisse und/oder Produktionen hervorgebracht haben. Dieser Film zeigt allerdings mehr Personen und Filmfragmente, als hier aufgezählt werden kann. Es beginnt und Amos Poe und endet mit Susan Seidelmann. Noch dabei sind u.a. Beth B und Scott B, Eric Mitchell, Jim Jarmusch, John Lurie. John Waters und Steve Buscemi. Das alles regnet wie Konfetti auf die Zuschauer herunter. Der Film ist gutgemeint, leidet aber unter der Konzeption, sich als Underground-Film zu verkleiden. Das, was früher verstört, wird hier zerstört. Diejenigen, die diese Zeit miterlebt haben - zu denen ich mich auch zähle - sind ziemlich sauer; andere sind ratlos und frustriert, weil möglichst viel gezeigt, aber nichts nachvollziehbar oder erinnerlich bleibt.
Besser sind Fachbücher über diese Jahre und diese Szene und parallel dazu eine DVD mit den Filmen. Alles problemlos zu beschaffen z.B. bei Facet Cinema in Chicago.