Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

König von Deutschland

von David Dietl – D 2012 – 97 Min.

Olli Dittrich in einer ganz auf ihn zugeschnittenen Rolle. Er spielt den „Durchschnittsbürger“ schlechthin. Er ist das perfekte, personifizierte Mittelmaß – so sehr der typische Stellvertreter für die breite Masse, dass eine Markt- und Meinungsforschungsagentur auf ihn aufmerksam wird, ihn engagiert und zunächst ohne sein Wissen zum Maßstabe aller Dinge macht. Es dauert ein wenig, bis ihm seine Funktion bewusst wird und er daraus seine Vorteile zieht. U.a. schafft er es, sich von seiner nervenden Ehefrau Veronica Ferres zu trennen und fortan sein Glück mit der reizenden und charmanten Kollegin Katrin Bauerfeind zu teilen.

Da u.a. die Parolen und Wahlkampf-Strategien politischer Parteien nicht unwesentlich sein, ist es genau der richtige Film zu den Bundestags-Wahlen im September. Es wird deutlich, wie sehr die Parteien auf eine alle Wünsche erfüllende Scheinwelt bedacht sind. Aber die gibt es nun einmal nicht in der Realität.

Ein Film? Nein, eher eine amüsante TV-Unterhaltung formatgerecht für den kleinen Bildschirm. Aber Dittrich beherrscht dieses Format und er ist auch diesmal richtig gut.