All Is Lost
von J. C. Chandor – USA 2013 – 106 Min.
Ein Mann allein auf einer Segelyacht mitten auf dem Indischen Ozean. Über Nacht kollidiert das Schiff mit einem im offenen Meer treibenden Schiffscontainer. Ein Leck kann notdürftig abgedichtet werden, aber einige der wichtigen Navigationsgeräte sind unbrauchbar. Und nun geht es ums Überleben – lange(weilige) 106 Min. Interessant ist allerdings die Konzeption des Films, nur mit einem Darsteller und ohne weiteres Personal einen Kinofilm machen zu wollen. Die Kamera rückt den Protagonisten dafür immer wieder direkt auf die Pelle. Und da die Rolle von Robert Redfort gespielt wird, sieht man einen kampf- und lebenserfahrenen Helden bei seiner Arbeit zu. Und man ahnt schon in den ersten Minuten, wie’s am Ende ausgeht. Das ist zu wenig. Diesen Film kann man sich bequem im Kopf zurechtlegen und sich dabei an Redfords große Rollen erinnern.
Tom Hanks hatte in dem vergleichbaren Film „Cast Away“ (USA 2000) weitaus mehr Möglichkeiten, die Skala seines Könnens voll auszuspielen. Aber er hatte auch einen viel größeren Schauplatz und dazu einige Utensilien, mit denen er im wahrsten Sinne des Wortes ‚spielen’ durfte.