Die langen hellen Tage
von Nana Ekvtimishvili und Simon Groß – Deutschland/Frankreich/Georgien 2013 – 102 Min.
Ein Ausschnitt aus der Lebensrealität Jugendlicher in Georgien der 1990er Jahre. Im Mittelpunkt stehen die beiden Freundinnen Eka und Natia. Inmitten einer vom Bürgerkrieg gebeutelten patriarchalischen Gesellschaft, in der selbst die eigenen Eltern als Vorbild kläglich versagen, wissen sie sich zu behaupten und schließlich die Kette der Gewalt ganz ohne fremde Hilfe zu durchbrechen. Der Film beruht auf den Erinnerungen der Regisseurin an ihre eigene Jugend in Tiflis und stellt in ihrem fesselnd erzählten Film weibliche Identität und den Bruch mit veralteten Werten in den Mittelpunkt, wobei sie zusammen mit ihrem Ko-Regisseur einen klaren Blick für fein nuancierten Witz und selbstbewusste Darstellungen behält. Er wurde auf internationalen Festivals mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht.