The Cut
von Fatih Akin – D 2014 – 138 Min.
Die Erwartungen bei der Premiere des Films in Venedig waren hoch; die Enttäuschung groß. Fatihs Film über das Schicksal eines Armeniers, der 1915 von seiner Familie getrennt und vertrieben wird, und dessen Wege auf der Suche nach seinen Kindern von den Wüsten Mesopotamiens über Havanna bis in die kargen, einsamen Prärien North Dakotas führen, ist irgendwie langatmig. Und das bei einem Regisseur, der sich bislang durch vitale und emotional bewegende Geschichten ausgezeichnet hat. Der große Aufwand bei der Produktion schafft zwar wechselnde Schauplätze, aber keine neuen Erkenntnisse. Und politisch brisant, weil er angeblich an Tabus der türkisch-armenischen Vergangenheit rüttelt, ist „The Cut“ nicht, weil hier Klischees aufeinandertreffen und keine glaubwürdigen Charaktere. Schade!