Self/Less – Der Fremde in mir
von Tarsem Singh – USA 2015 – 117 Min.
Ein milliardenschwerer Unternehmer erfährt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist. Um seine Lebenszeit zu verlängern, lässt er sein Bewusstsein in einen anderen, jüngeren Körper übertragen. „Shedding“ nennt sich das geheime und teure Verfahren, das von einer undurchschaubaren Organisation praktiziert und kontrolliert wird. Die Aktion verläuft erfolgreich. Doch dann wird der „neue Mensch“ von wirren Alpträumen geplagt, da sich die Erinnerungen des „alten Menschen“ mehr und mehr ausbreiten und für brisante und gefährliche Momente sorgen. Und da die Organisation nicht bereit ist, ihr lukratives Wissen kampflos aufzugeben, muss der „neue Mensch“ um sein Leben fürchten. Was folgt ist eine atemberaubende Tour des Force durch sich überschneidende, jagende Bilderwelten, die den Verstand auf den Kopf stellt.
Ein visuell beeindruckender und packender Sci-Fi-Thriller mit atemberaubenden Bildern des Kameramannes Brendan Galvin, der seine erfolgreiche Karriere mit Arbeiten für Neil Jordan und Alan Parker begann. Uns sonst: Den alternden Körper von Ben Kingley gegen den des Strahlemannes Ryan Reynolds auszutauschen – ist auch nicht schlecht; auf jeden Fall aber sehenswert.