Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Hannas schlafende Hunde

von Andreas Gruber – D/A 2016 – 120 Min.

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Elisabeth Escher. Ort der Handlung ist das naziverseuchte Wels in Oberösterreich 1967. Die neunjährige Johanna erfährt erst nach und nach von ihrer jüdischen Abstammung, die ihre Mutter Katharina nicht ansprechen will. Ihr Schicksal ist verknüpft mit einigen Nachbarn und die Erinnerungen an eine demütigende Zeit sind noch frisch. Sie will keine schlafenden Hunde wecken. Erst Johannas resolute Großmutter (Hannelore Elsner) durchbricht die Mauern des Schweigens und hilft ihrer Enkelin bei der Identitätsfindung.

Drei Generationen, drei Schicksale. Konventionell in Szene gesetzt und in den Rollen treffend besetzt. Leider nicht ganz frei von Klischees, wenn es um die „alten Nazis“ geht. Kein Film für die große Leinwand; eher ein Kammerspiel für den Bildschirm, was sich durch die Produktionsgelder deutscher und österreichischer Fernsehanstalten erklärt.