Bastille Day
von James Watkins – USA/F 2016 – 92 Min.
Der in Paris lebende junge amerikanische Taschendieb Michael klaut der Aktivistin Zoe eine Tasche, in der sich eine Bombe befindet. Sie explodiert am falschen Ort und tötet mehrere Menschen. Michael gerät nun ins Visier des Geheimdienstes. Doch zwischen dem CIA-Agenten Sean Briar und seinen französischen Kollegen herrscht Misstrauen. Sean will wissen, von wem die Bombe kommt und erfährt, dass ein zweiter, noch größerer Anschlag geplant ist. Gemeinsam mit Michael will er herausfinden, wer die Hintermänner sind und was sie planen.
Ein Film mit einem Spannungsbogen, der sich wie ein Hitchcock-Thriller gibt: der falsche Mann zur falschen Zeit am falschen Platz. Doch die Kombination des französischen Kriminalfilms mit einem amerikanischen Action-Thriller geht völlig daneben. Von dem Charme des Schauplatzes und seiner Charaktere bleibt nicht viel übrig; immer wieder verdrängen vordergründige Action-Szenen, die üblichen Auto-Verfolgungsfahrten und endlose Schießereien den Plot des eigentlichen Geschehens. Schade, denn die so gegensätzliche und aufgezwungene Partnerschaft zwischen dem jungen, fintenreichen Amerikaner (Richard Madden) und dem coolen, abgebrühten Agenten (Idris Elba) ist überaus unterhaltsam; es sind zwei sympathische Protagonisten, die man gerne wiedersehen möchte. Doch dann unter einer Regie, die mehr Wert auf Suspense als auf atemloses Tempo legt.