Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Che - Guerilla

USA 2008 - 131 Min.

Steven Soderberghs Porträt ist keine leichte Kost, aber die Anstrengungen, Che über mehr als vier Stunden zu begleiten lohnen sich letztendlich doch. Der erste Teil zeigt seinen Weg während der kubanischen Revolution und seinen Aufstieg vom Arzt zum Kommandeur und schließlich zum Helden der Revolution. Dieser Part verlangt hohe Konzentration, da die Zeitebenen und Handlungsorte schnell wechseln und viel zeitgeschichtliches Wissen erfordert. Es ist sinnvoll, zuvor Ches "Kubanisches Tagebuch" zu lesen und sich eine gute Übersichtskarte von Kuba daneben zu legen. Der zweite Teil basiert auf dem "Bolivianischen Tagebuch" und geht chronologisch vor, was Aussenstehenden die Orientierung erleichtert. Dafür ist aber aber weniger fesselnd, da sehr oft nur bärtige Männer gezeigt werden, die sich irgendwo im Grünen treffen und sich umarmen. Selbstverständlich muss der Zuschauer wissen, wer Tanja ist und welche Rolle Regis Debray spielt. Das und vieles andere mehr wird vorausgesetzt und kann auch in einer solchen Langfassung nicht weiter erklärt werden.

Aber Kino muss ja nicht nur unterhalten, sondern auch anregen. Und das leistet "Che" auf alle Fälle!