Weltstadt
von Christian Klandt - D 2008 - 104 Min.
Jugenddrama. Es geht um den authentischen Vorfall in einer Kleinstadt in Brandenburg. Zwei Jugendliche überfielen einen schlafenden Obdachlosen und zündeten ihn in Brand. Der Film porträtiert fünf Personen, die direkt oder indirekt mit dieser Tat in Verbindung gebracht werden können: Drei Jugendliche (Till, Karsten und Steffi) und zwei Erwachsene, die ebenfalls in einer tristen und ausweglosen Situation stecken.
"Weltstadt" erzählt die Geschichte von Till, der seine Malerlehre schmeißt und keine Ahnung hat, was er mit seinem Leben anfangen will. Es ist die Geschichte von Karsten, der aufgehört hat zu träumen. Er wohnt im Plattenbau am Rande der Stadt. Die Schule hat er nie beendet. Respekt verschafft er sich durch Gewalt. Und es sind die Geschichten von Steffi (Freundin von TIll), Heinrich und Günther (zwei gescheiterte Ossis), die an einem Punkt in ihrem Leben angelangt sind, wo sich etwas verändern muss oder wird. Was sie alle verbindet: Angst, Resignation, Frust und Aggression.
Der Film überzeugt durch seine Milieudichte und die Perfektion der Inszenierung; mittlerweile hat er auf vielen Festivals die verdiente Anerkennung gefunden und wurde mehrfach ausgezeichnet.
Vergleichsfilme: "Der Kick" von Andreas Veiel (D 2006) und "Elephant" von Gus Van Sant (U 2003)
Am 20.10.2008 lief bei "arte" eine kürzere Version des Films "Weltstadt" unter dem Titel "Heimatfilm". (70 Min.) Hier konzentriert sich die Handlung nur auf die drei Jugendlichen.