Porträt Horst Schäfer
Wertung: hervorragend

Sieben Minuten nach Mitternacht

von Juan Antonio Bayona – USA/E 2016 – 108 Min.

Es ist die Geschichte einer sterbenskranken Mutter und ihrem 13-jährigen Sohn Conor. In der Schule ist er ein Außenseiter, und in der Familie – es gibt noch eine Großmutter und einen Vater, der die Familie verlassen hat – hat er noch nicht seinen rechten Platz gefunden. In der Nacht wird er von Albträumen geplagt. Doch dann ändert sich sein Leben, seine Isolation. Punkt sieben Minuten nach Mitternacht hat sich der große, alte Baum vor seinem Fenster in ein riesiges Monster verwandelt uns spricht mit ihm. Das weise Monster beginnt, ihm Geschichten zu erzählen. Fortan kommt sein ungewöhnlicher Freund jede Nacht und hilft ihm, seine Situation zu bewältigen und sich neuen Erkenntnissen zu stellen.

Emotional bewegendes Gefühlskino über einen Jungen, der zu alt ist, um ein Kind und zu jung, um erwachsen zu sein. Die Gratwanderung der Handlung zwischen Realität und Phantasie gelingt dank behutsamer Regie, hervorragenden Darstellern und atmosphärischen, traumhaften Bildern. Die Spezialeffekte werden hier behutsam im Dienst des Geschehens und nicht als demonstrative Selbstdarstellung eingesetzt.

Ein Film für Erwachsene über die Tumulte der Kindheit; auch ein Film für Kinder ab ca. 12 Jahren.