Fences
von Denzel Washington – USA 2016 – 138 Min.
Ein Familiendrama. Die Handlung spielt in den 1950er Jahren in Pittsburgh, Pennsylvania.
Im Mittelpunkt steht der Afroamerikaner Troy Maxson, der einen schlechtbezahlten Job bei der Städtischen Müllabfuhr hat. Er ist launisch und mit seinem Leben nicht zufrieden, auch wenn er das nicht wahrhaben will. Oft flüchtet er sich in Vergangenheits-Lügen, um sein überschaubares Dasein zu rechtfertigen. Zu seiner Familie zählen seine Ehefrau Rose, ihr gemeinsamer Sohn Cory und Lyons, ein Sohn aus Troys erster Ehe. Troys Bruder Gabriel leidet unter einer Kriegsverletzung am Kopf und ist psychisch schwer angeschlagen. Troy kümmert sich um ihn; nicht zuletzt deswegen, weil Gabriel als Kriegsveteran eine Entschädigung bekommt, von der sich Troy ein kleines Häuschen leisten kann. So gut wie zur Familie zählt noch Jim Bono, Troys alter Kumpel, den er bereits seit seiner Jugendzeit kennt und mit dem er einige gemeinsame Jahre im Knast verbracht hat.
Cory ist ein talentierter Baseballspieler und träumt von einer Profi-Karriere. Troy ist strikt dagegen und die beiden geraten öfters aneinander. Lyons möchte gerne in einer Jazzband spielen, doch entsprechende Engagements bleiben aus. Und Rose ist diejenige, die alles zusammenhält und sich für ihre Familie aufopfert.
Das Familien- und Nachbarschaftsgefüge gerät durcheinander, als Troy ein Verhältnis mit einer anderen Frau eingeht und aus dieser Beziehung ein Baby unterwegs ist. Da die Mutter bei der Geburt stirbt, muss Rose sich auch noch um das kleine Mädchen kümmern.
Vorlage des Films ist das erfolgreiche, gleichnamige Theaterstück von August Wilson. Die Rolle von Troy spielte Denzel Washington bereits am Broadway; hier hat er die Regie und Hauptrolle übernommen. Dem Film merkt man deutlich seine Bühnen-Herkunft an; eigene filmische Akzente – wie etwa die Ausdehnung der Handlung auf andere Spielräume – wurden nicht gesetzt. Eine emotionale Beziehung zwischen Schauspielern und Publikum im Theater ist das eine – sie mittels Nahaufnahmen im Kino zu suchen, das andere. Trotz faszinierender Leistungen aller Beteiligten bleibt der Zuschauer nur Zuschauer und nicht Teilnehmer an dem dramatischen Geschehen.