Mit Siebzehn
von André Téchiné – F 2016 – 116 Min.
Damien und Thomas gehen in eine Klasse. Sie mögen sich nicht, streiten und raufen. Marianne, die Mutter von Damien, ist Landärztin. Sie wird zu einer Frau gerufen, die auf einem abgelegenen Berghof in den Pyrenäen lebt. Thomas ist ihr Adoptivsohn. Marianne kümmert sich um die Frau (sie ist schwanger) und auch um Thomas, den sie in ihre Familie aufnimmt. Die Konflikte zwischen Damien und Thomas eskalieren. Und es dauert eine Weile, bis die beiden Jungen herausfinden, was sie trennt und was sie verbindet.
Lange waren keine Filme von Téchiné in unseren Kinos mehr zu sehen – auch nicht seine Klassiker aus den 1970er-Jahren. Doch hier legt der mittlerweile 73 Jahre alt gewordene Regisseur einen frischen Jugendfilm vor, der Authentizität und Charme besitzt. Zur emotionalen Wirkung tragen in erster Linie die schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller Kacey Mottet Klein und Corotin Fila sowie die von Sandrine Kiberlain als Marianne bei. Eine Coming-of-age- Geschichte der besonderen Art.