Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Es war einmal in Deutschland ...

von Sam Garbarski – D/B/L 2016 – 102 Min.

Frankfurt am Main 1946. David Bermann und seine jüdischen Freunde sind dem Naziregime knapp entkommen und träumen von einer Ausreise nach Amerika. Um an das nötige Geld zu kommen, ziehen sie von Haus zu Haus und preisen mit viel Geschick und Chuzpe den Hausfrauen Wäschepakete an. Parallel dazu muss sich Bermann vor den amerikanischen Besatzern für seine Vergangenheit verantworten, in der es einige Unklarheiten gibt. War er ein Kollaborateur oder nicht? Und stimmen seine Geschichten, die er mit Charme und Witz der attraktiven US Special Agentin vorträgt?

Es ist in diesem Film um den berühmten jiddischen Witz, der bei den Lebenskünstlern und Überlebenskünstlern eine zentrale Rolle spielt. Leider ist die Inszenierung an dieser Vorlage gescheitert. Er gleicht mehr den Geschichts-Doku-Dramen, wie man sie aus diversen Fernsehfilmen kennt. Kein Vergleich mit dem hervorragenden, atmosphärisch-stimmungsvollen und pointensicheren Film „Alles auf Zucker!“ von Dani Levy (D 2004)