Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Auguste Rodin

von Jacques Doillon – F 2017 – 119 Min.

Porträt des eigenwilligen, weltkannten Künstlers: sein Leben, seine Arbeiten, seine Erfolge, seine Zweifel und Niederlagen. Dabei geht es weniger um seine Werke, sondern in erster Linie um die Frauen, die ihn umgeben und deren Beziehung zu ihnen sich immer auch in seinen Arbeiten widerspiegeln. Ausgangspunkt ist das Jahr 1880 in Paris. Im Alter von 40 Jahren erhält er den Staatsauftrag: „Das Höllentor“ soll als gigantisches Bronzeportal den Eingang des neuen Kunstgewerbemuseums im Pariser Louvre schmücken – eine alles verschlingende Herausforderung, die zu Rodins Lebenswerk wird. Eine Phase manischen Schaffens beginnt, die durch Rodins Begegnung mit der hochbegabten, weitaus jüngeren Camillie Claudel noch intensiver wird; eine Beziehung, die ebenso leidenschaftlich wie turbulent verläuft. Doillons Film ist kein Biopic im klassischen Sinne, er widmet dem rastlosen Schaffen des genialen Bildhauers ebenso viel Raum wie seinem von dramatischen Widersprüchen geprägten Privatleben. In interessanter Aspekt des Films ist Rodins Begegnung mit Zeitgenossen wie Victor Hugo, Rainer Maria Rilke, Claude Monet und Paul Cézanne.