Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Jugend ohne Gott

von Alain Gsponer – D 2017 – 114 Min.

Eine Geschichte über Anpassung und Widerstand, Eliten und Außenseiter. Der Jugendliche Zach verweigert sich dem Regelwerk und dem Druck, dem er in einem Hochleistungscamp seiner Abschlussklasse ausgesetzt ist. Im Gegensatz zu seinen Kommilitonen hat er kein Interesse daran, auf die renommierte Rowald Universität zu kommen. Er lernt ein geheimnisvolles Mädchen kennen, das im Wald lebt und sich mit Diebstählen über Wasser hält. Im Camp ereignen sich daraufhin rätselhafte Dinge. Und als dann ein Mord geschieht, gerät die Ordnung tüchtig durcheinander.

Vorlage des Films ist der gleichnamige Roman von Ödön von Horwárth, der 1937 veröffentlicht wurde. Der dystopische Ansatz schwimmt in Machart und Absicht auf der Welle vergleichbarer Filme, die in den letzten Jahren ins Kino kamen und unterscheidet sich so von den anderen Verfilmungen des Romans, die dicht am Original blieben; so z.B. die Version von Roland Gall „Wie ich ein Neger wurde“. Hier werden die Jugendlichen ein Opfer der nationalsozialistischen Verführung. Die aktuelle Verfilmung führt zu keinen neuen Erkenntnissen, ist jedoch akzeptable Unterhaltungs-Ware.