Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Loving Vincent

von Hugh Welchman, Dorota Kobiela – GB 2017 – 95 Min.

Ein „film noir“ – gemalt wie von Vincent van Gogh. Was wie ein Widerspruch aussieht, löst sich überzeugend und zufriedenstellend auf. Keine konventionelle Künstlerbiographie wie sie in der letzten Zeit mehrfach zu sehen waren. Hier ist es der Kriminalfall van Gogh – um die rätselhaften Hintergründe seines Todes. Mord, Selbstmord oder Unfall? Protagonist ist ein junger Mann, Armand Roulin, der von seinem Vater, ein Postmeister, den Auftrag erhält, einen Brief van Goghs an dessen Bruder Theo zu überreichen. Doch der ist zwischenzeitlich ebenfalls verstorben. Und nun begibt sich Armand auf die Suche nach der Wahrheit über das Ableben des niederländischen Malers.

Der Film wurde vollständig als Realfilm gedreht. Anschließend wurden die Bilder per Hand in Öl übermalt, so dass der Film komplett im Stile von van Goghs Werken gehalten ist. Das ist anfangs noch gewöhnungsbedürftig. Doch schon nach kurzer Zeit kann man sich dem faszinierenden Sog der Bilder nicht entziehen. Ein großartiges und spannendes Kinoerlebnis!