Porträt Horst Schäfer
Wertung: nicht zu empfehlen

Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

von Wim Wenders – D/ua 2018 – 96 Min.

Zwei Visionäre erklären die Welt: der eine mit Worten, der andere mit Bildern. Wenders Porträt des Papstes ist eine sehr persönliche, demutsvolle Annäherung mit ungewohnten Perspektiven. Verblüffend die Offenheit seines Protagonisten und seine schlichte Art, die Dinge beim Namen zu nennen. Ein Film zur rechten Zeit, in der das Misstrauen gegenüber den Herrschenden groß ist und in der Lügen, Korruption und ‚alternative Fakten’ den öffentlichen Diskurs bestimmen. Franziskus beweist sich als ein Mann, der lebt, was er predigt, und dem die Menschen aller Glaubensrichtungen, aus aller Welt und aus unterschiedlichen Kulturen ihr Vertrauen schenken.

Wenders Film ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen dem Vatikan und diversen Produktionsfirmen. Früher hielten sich die Päpste ihre Maler, heute muss ein Filmemacher dran glauben. Der Heilige Wim hat sich damit ein Fleißkärtchen verdient. Die SZ schrieb am 15.05.018 von einer „hemmungslosen Verehrung“. Stimmt! Hätte man so allerdings nicht erwartet.