Foxtrot
von Samuel Madz – Israel u.a. 2018 – 13 Min.
Ein Film wie eine klassische griechische Tragödie in drei Akten. Im Mittelpunkt stehen der wohlsituierte Tel Aviver Architekt Michael Feldman, seine Ehefrau Dafna, ihre Tochter Alma und ihr Sohn Jonathan, der an einem abgelegenen Grenzposten seinen Wehrdient ableistet. Das Ehepaar bekommt unerwartet Besuch von zwei Soldaten: ihr Sohn sei im Einsatz gefallen. Diese Nachricht wirft Leben, Psyche und Ehe des Paares aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch dann nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der ganzen Familie in eine neue Richtung lenkt: Es handelt sich um eine Verwechslung – und das ist erst das Ende des ersten Aktes.
„Foxtrot“ ist eine radikale, schmerzhafte und emotional berührende Anti-Kriegs-Parabel, die auf den palästinensisch-israelischen Konflikt zielt, der die Seelen der Menschen beschädigt ihren Alltag bestimmt und wenig Hoffnung auf Frieden lässt. Es handelt sich um eine israelisch-deutsch-französische Koproduktion, die international mit Preisen und Auszeichnungen bedacht wurde.