Chéri
von Stephen Frears - GB/D/F 2009 - 93 Min.
Die Verfilmung eines Romans (und einer Fortsetzung) von Colette; geschrieben in den 20er Jahren. Eine in die Jahre gekommene Edelkurtisane verliebt sich in einen jungen Mann, den sie eigentlich nur in die Geheimnisse der Liebe einweihen sollte. Als dieser eine Geldheirat eingeht, versucht sie vergeblich, sich von dieser Beziehung zu lösen. Zentraler Schauplatz dieser Komödie der Eitelkeiten ist Paris um die Jahrhundertwende. Bemerkenswert sind Ambiente, Ausstattung und Kostüme sowie Dialogpassagen, die auf die Qualität der Vorlage verweisen. Handlungsarm ist der Film allemal, dafür unterhaltsam wie ein Schmöker in den Sommerferien. Michelle Pfeiffer ist immer für ein paar aufreizende Kinostunden gut, aber von Frears hat man schon interessantere Filme gesehen; ich erinnere mich da an "Mein wunderbarer Waschsalon", "Fish & Chips" und "Die Queen".