Wir
von Jordan Peele – USA 2019 – 117 Min.
Adelaide und Gabe Wilson wollen gemeinsam mit ihren Kindern Zora und Jason den Sommer in einem Strandhaus in Santa Cruz verbringen, in dem Adelaide ihre eigene Kindheit verbracht hat. Doch als die Nacht hereinbricht, verwandelt sich ihre Ferienstimmung in Anspannung und Chaos, da einige ungebetene Besucher auftauchen. Vier Gestalten, die sich an den Händen halten, stehen plötzlich stumm in ihrer Einfahrt. Sie stellen sich als die Doppelgänger der Familie heraus, wollen sie verdrängen und ihre Plätze einnehmen. Adelaide wird bei dem alptraumhaften Zusammentreffen von ihrer Vergangenheit eingeholt, da sie als junges Mädchen verstörende und nie aufgelöste Erfahrungen in einem Spiegelkabinett gemacht hat.
Was als intelligentes Vexierspiel und Herausforderung an die Zuschauer beginnt, endet leider in einem kruden Zombie-Verschnitt. Hinzu noch eine selbst für Genrefilme wirre, unlogische und willkürlich zusammengewürfelte kryptische Auflösung, die bitter nachschmeckt und den furiosen, bildgewaltigen Auftakt verdrängt. Denn was diesen Horrorthriller trotz der Story sehenswert macht ist die Kameraarbeit von Mike Gioulakis (GLASS), der eine ästhetisch visuell atemberaubende Atmosphäre in Innen- und Außenräumen kreiert.