Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Kursk

von Thomas Vinterberg – B/F/N 2018 – 118 Min.

Es geht um das Schicksal der Besatzung des nuklear angetriebenen russischen U-Bootes K-141 „Kursk“, das im August 2000 an einem Manöver der russischen Nordflotte in der Barentssee teilnimmt. Es kommt zu einer Explosion eines Torpedos und die Kursk versinkt auf den Meeresboden. Von 118 Bordmitgliedern können sich nur 23 Männer in einen sicheren Abschnitt des Bootes retten. Die russische Marine ist marode und unterfinanziert. Trotzdem lehnen die Russen stur internationale Hilfe ab, obwohl britische Schiffe einsatzbereit vor Ort sind. Während die Zeit gegen die Überlebenden läuft, bemühen sich die Angehörigen der Besatzungsmitglieder vergeblich um Aufklärung.

Die realen Ereignisse werden von einem paneuropäisch besetzten Thriller unter der Regie des erfahrenen Regisseurs Vinterberg in beinahe dokumentarischer Weise inszeniert, ohne auf spektakuläre klaustrophobische Zuspitzungen zu setzen, da der Ausgang dieser Katastrophe hinreichend bekannt ist. Neben den dramatischen Ereignissen an Bord stehen gleichberechtigt die überwiegend fiktiven Teile der Handlung, die sich um die Situation der Angehörigen ranken. Hier werden auch die unwirtlichen Lebens-und Arbeitsbedingungen aller Betroffenen deutlich sichtbar.

Zu den Hauptdarstellern zählen neben Matthias Schoenaerts noch Colin Firth und auch Max von Sydow (!) – ihn zu sehen allein ist es wert, ins Kino zu gehen. Mit an Bord u.a. August Diehl, Pit Bukowski und Matthias Schweighöfer.