Leid und Herrlichkeit
von Pedro Almodóvar- Spanien 2019 – 114 Min.
Der erfolgsverwöhnte Regisseur Salvador Mallo steht an einem Wendepunkt seines Lebens und blickt zurück auf eine wilde Reise voller Höhen und Tiefen. Er hat seit Jahren keinen Film gedreht, den Tod seiner Mutter hat er noch nicht verkraftet, und er leidet an einer ganzen Reihe körperlicher Beschwerden. Aufgewachsen im Valencia der 60er Jahre, aufgezogen von seiner liebevollen Mutter, die sich ein besseres Leben für ihn wünscht, entdeckt er schon früh seine Leidenschaft für die Magie des Kinos und die Geschichten, die es erzählt. In den 80er Jahren zieht es ihn nach Madrid; es sind jene Jahre, in denen er große Erfolge feierte und zu einem der innovativsten Filmschaffenden in Spanien wurde, aber auch schmerzliche Verluste hinnehmen musste. Die Wiederaufführung eines seiner berühmtesten Filme führt zu einem Treffen mit Alberto, dem Hauptdarsteller des Films, mit dem er sich zerstritten hatte. Der abgehalfterte, drogensüchtige Schauspieler befindet sich ebenfalls in einer Krise und möchte einen Text von Salvador auf die Bühne bringen. Dadurch herausgefordert scheint Salvadors Kreativität wieder zu erwachen.
Almodóvar fügt in seinem Film Autobiografisches und Fiktion zu einer reifen Spätwerk, einer Reflexion über gelebtes und erträumtes Leben zusammen. Es ist das mosaikartige Porträt eines Mannes, dessen Leidenschaft für die Kunst noch nicht erloschen ist. Das reale Leid des alternden Mannes sublimiert sich in der Herrlichkeit der poetisch stilisierten filmischen Bilder. Antonio Banderas, mit dem Almodóvar befreundet ist und einige seiner Filme geprägt hat, spielt seinen Part mit glühender Intensität und wurde in Cannes mit dem Preis für den Besten Schauspieler ausgezeichnet.