Das Wunder im Meer von Sargasso
von Syllas Tzoumerkas – EU 2019 – 121 Min.
Produktionsländer sind Griechenland, Deutschland, Niederlande und Schweden. Ein Film über zwei Frauen. Elisabeth war eine vielversprechende, ehrgeizige Polizistin in Athen. Da sie sich nicht an korrupten Machenschaften beteiligen wollte, wurde sie als in das Provinznest Messolonghi versetzt. Sie ist einsam und meist verkatert. In der Lagunenstadt lebt schon immer die verschlossene Rita. Sie arbeitet in der örtlichen Fischzucht. Ihr Bruder Manolis ist eine lokale Größe im Showgeschäft und nutzt sie für seine Zwecke aus. Nach einer wilden Strandparty mit jeder Menge Drogen und Alkohol wird er am nächsten Morgen erhängt aufgefunden. Elisabeth, die ihrem Dienst nur widerwillig nachkommt, wird mit dem Fall betraut. Je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, je mehr Details sie über Manolis mysteriösen Tod erfährt, desto klarer werden die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Frauen: beiden raus aus ihrem Milieu und wünschen sich einen Neuanfang in einer anderen Welt.
Die unterschiedlichen Lebenswelten der beiden Protagonistinnen werden zunächst detailliert aufbereitet, bevor sie sich verbinden und zu einem überraschenden Ende führen. Eine bislang unterdrückte Gewalt eruptiert und zeigt die hässliche Fratze einer idyllischen Küstenstadt. Das alles wird von hervorragenden Darstellerinnen in atmosphärisch berauschen Bildern präsentiert. Syllas Tzoumerkas: „Die Landschaft im Film spiegelt die Seele seiner Figuren, es gibt da diese Kombination aus Schönheit und Hässlichkeit.“