Lila, Lila
von Alain Gsponer - D 209 - 104 Min.
Glänzte Henry Hübchen soeben noch in der Mediensatire "Whisky mit Wodka", so präsentiert er sich hier wieder in einem Film, der die Medien aufs Korn nimmt. Diesmal geht es um den Literatur-Rummel. Der Erstlingsroman eines hochgejazzten Jung-Autoren David Kern (Daniel Brühl) ist eigentlich die Arbeit eines abgehalfterten Herumtreibers (Henry Hübchen), der sich als Agent aufdrängt und David Kern in peinliche und unangenehme Situationen abringt. Das Motiv für den Jungen ist aber nicht sein Ehrgeiz, sondern die Liebe zu der schönen Marie, die ansonsten nicht auf die Anmache des Kellners David reagiert hätte. So ganz nebenbei nimmt der Film - wie auch schon der zugrunde liegende Roman von Martin Suter - sich viel Zeit für eine sanfte Satire auf das Verlags-und Messe-Business. Das ist stellenweise humorvoll, aber keineswegs so bissig und vital wie beispielsweise in dem Film über die gefälschten Hitler-Tagebücher im "stern".