Lindenberg! Mach dein Ding
von Hermine Huntgeburth – D 2018/19 – 135 Min.
Nach Freddy Mercury („Bohemian Rhapsody“, 2018) und Elton John („Rocketman“, 2019)
nun also Udo Lindenberg! Eine dramaturgisch uninspiriert zusammengestückelte Folge von Szenen aus Kindheit und Jugendzeit des Stars, der auf dem Weg nach Oben etliche Hindernisse und Rückschläge überwinden muss. Die durch viele Rückblenden konfuse Handlung beginnt mit seiner Kindheit im westfälischen Gronau und endet mit dem ersten, alles entscheidenden Bühnenauftritt in Hamburg 1973. Zu sehen sind u.a. die Klischeebilder von der Reeperbahn und aufgesetzt wilde, orgiastische Szenen aus dem Leben in der Kommune.
Trotz einer Riege hochprominenter Darsteller kann der Film nicht überzeugen, da mit der Regisseurin Hermine Huntgeburth zwar eine qualifizierte Filmemacherin verpflichtet wurde, die jedoch in anderen Bereichen wie Kinder- und Jugendfilm und Literaturverfilmungen mit Preisen und Auszeichnungen bedacht wurde. Für ein erfolgreiches Biopic als musikalische Hommage an einen Glamour-Star werden Spezialisten benötigt, die jeweils eine adäquate Filmsprache und Montagetechnik beherrschen müssen, wie beispielsweise Dexter Fletcher. Das ist hier leider nicht der Fall.