Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Netflix

Ragnarök

von Adam Price - Dänemark 2020 – 6 x 45 Min. – netflix

Die actiongeladenen Schlachten der Nordischen Mythologie dauern an. Hier werden sie neu belebt. Die Figuren und Schauplätze sind aktualisiert. Die unsterblichen Riesen, die seit Jahrtausenden unerkannt unter den Menschen leben und diesen und den Göttern feindlich gesinnt sind, sind hier die einflussreiche Familie der (fiktiven) Industriestadt Edda. Vidar ist der Chef der Firma Jutul. Seine Ehefrau Ran ist die Direktorin des Gymnasiums und deren Kinder Saxa und Fjor besuchen die gleiche Schulklasse wie die beiden Neuankömmlinge Magne und Laurits. Ihre verwitwete Mutter ist mit ihnen in ihren Heimatort in Westnorwegen gezogen, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Die Stadt leidet unter der Umweltverschmutzung und -zerstörung, für die die marktbeherrschende Firma verantwortlich ist. Deren Machenschaften werden von den örtlichen Politikern und der Polizei gedeckt. Nachdem Isolde, eine Mitschülerin, unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, beginnt der mit ihr befreundete Magne mit seinen Nachforschungen. Sie war auf der Suche nach den Verursachern der Umweltschäden und verdächtigte Vidar und Jutil. Der introvertierte Magne entdeckt nach und nach seine übernatürlichen Fähigkeiten und Kräfte. Kein Wunder: er ist eine Inkarnation des Gottes Thor, dem Beschützer der Welt der Menschen. Zwischen Magne und Vidar beginnt ein unerbittlicher Zweikampf.

Man muss die nordischen Mythen und ihre Helden nicht kennen, um von dieser Serie überzeugt und begeistert zu sein. Und wer sich nicht auskennt, wird hier animiert, sich ausführlicher damit zu beschäftigen. Das Marvel-Universum holt sich hier die Vorlagen für grandiose Abenteuerfilme. Und von Ragnarök ist bereits die zweite Staffel produziert.