Beckett
von Fernando Cito Filomarino – I/USA u.a. – 108 Min. – netflix
Beckett und April, ein junges amerikanisches Paar, machen Urlaub in Griechenland. Doch der Traumurlaub wird zum Albtraum. In der urwüchsigen Berglandschaft in der Region Epirus nahe die Stadt Ioannina verursachen sie einen Autounfall. Beckett ist am Steuer eingeschlafen und sein Mietauto kracht in ein leerstehendes Gebäude. April überlebt den Unfall nicht. Beckett meint, am Unfallort eine Frau und ein Kind gesehen zu haben. Als er zu dem Ort zurückkehrt, wird auf ihn geschossen. Auch die örtliche Polizei ist an dem Anschlag beteiligt. Nur mit Mühe kann Beckett fliehen und die Amerikanische Botschaft in Athen verständigen. Seine Verfolger bleiben ihm dicht auf der Spur. Auf einem Fahndungsplakat sieht Beckett schließlich ein Foto des Jungen, dem er begegnet ist. Es handelt sich um den Sohn des Politikers Karas, Führer der Linkspartei. Fortan gerät Beckett zwischen alle Fronten, wobei auch Mitarbeiter der US-amerikanischen Botschaft eine zwielichtige Rolle spielen. Bei seinem Kampf ums Überleben weiß Beckett nicht mehr, wer zu welchem Netzwerk politischer und krimineller Intrigen und Konspirationen gehört und auf welcher Seite steht.
Ein klassischer Krimi-Plot wie in einem Hitchcock-Film. Aus einem kleinen Fehler entsteht ein großes Chaos. Ein ahnungsloser Amerikaner gerät in politische Unruhen und Ausschreitungen. Flucht und Verfolgung quer durch Griechenland sind hochspannend inszeniert und visuell eindrucksvoll illustriert, wobei die vielfältige Topografie Griechenlands eine reizvolle und attraktive Kulisse liefert. Dass der Protagonist trotz mehrfacher Kämpfe mit schweren Verwundungen alle Auseinandersetzungen übersteht, gerät gelegentlich an die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Doch ein Thriller folgt genrekonform mehr den Vorgaben eines perfekten Drehbuchs als den Gesetzen der Logik.