Lauchhammer – Tod in der Lausitz
von Till Franzen – D 20222 – 6 x 45 Min. – arte
Die Unwirtlichkeit des Ostelbischen Braunkohlenreviers der Lausitz ist die eindrucksvolle Kulisse für den Rahmen dieser Krimiserie. Der strukturelle, politische und kulturelle Wandel einer Region, die nachhaltig von den Spuren des Tagebaus geprägt ist, färbt sich nicht nur auf die Umwelt ab, sondern auch auf die Menschen, die es in Lauchhammrt noch aushalten. Die Kleinstadt ist schockiert über den Fund einer weiblichen Leiche am Seeufer. Für die Aufklärung des Falls kehrt der Kripo-Ermittler Mark Briegand in seine alte Heimat zurück. Gemeinsam mit der neuen, überaus ehrgeizigen Kollegin Annalena Gottknecht nimmt der die Ermittlungen auf. Sie stoßen auf weitere ungeklärte Verbrechen. Für Briegand ist es eine Reise in seine Vergangenheit. Als er 19 war, kam seine Freundin Kati unter ungeklärten Umständen ums Leben. Die Recherchen führen letztendlich zu einem Serientäter aus den Reihen der Polizei.
Die verblüffende Auflösung des Falles ist keineswegs eine abwegige Erfindung der Drehbuchautoren. In einer Dokumentation, die zeitgleich auf arte ausgestrahlt wurde, wird über vergleichbare Vorkommnisse aus der DDR und Polen berichtet. Darüber ist bislang wenig bekannt, da dies in den sozialistischen Ländern aus ideologischen Gründen nicht öffentlich thematisiert wurde.