Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Netflix

Beef

von Lee Sung Jin – USA 2023 – 10 x 30 Min. – netflix

Auf einem Parkplatz eines Supermarkts in Los Angeles crashen nicht nur zwei PKWs, sondern gleich zwei Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: Amy Lau und Danny Cho. Amy ist eine erfolgreiche Unternehmerin und ist dabei, ihre ertragreiche Lifestyle-Pflanzenkette für zehn Millionen Dollar zu verkaufen, um mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. Danny ist freiberuflicher Handwerker mit notorischen Geldsorgen. Er will seine mittellosen Eltern aus Südkorea in die USA holen und träumt davon, irgendwann selbst einmal eine eigene Familie zu gründen. Beide stehen unter dem hohen Erwartungsdruck, sich ständig beweisen zu müssen, um anerkannt zu werden oder zu bleiben.

Aus einem geringfügigen Anlass – wer hat wem die Vorfahrt genommen? – entsteht zunächst eine wilde Verfolgungsjagd durch die kalifornischen Straßen und Vorgärten, die zu einem atemberaubenden Rachefeldzug führt. Aus harmlosen Intrigen entwächst eine echte, sich immer mehr hochschaukelnde Katastrophe mit schicksalhaften Verpflechtungen,

„Beef“ ist eine vorurteilsfreie Comedy-Serie, die die Asiatische Community nicht voyeuristisch oder stereotyp zeichnet, sondern mit schwarzem Humor, pointierten Dialogen und bissiger Ironie stilistisch treffend darstellt. Das furiose Geschehen ist bis in die zahlreichen Nebenrollen hinein hervorragend besetzt. Die Protagonisten vermeiden melodramatisches Spiel, sondern setzen mehr auf die absurden Momente der gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Konventionen.