The Place Beyond the Pines
von Derek Cianfrance – USA 2013 – 140 Min.
Eingefleischte Kinofans beklagen sich seit einigen Jahren, dass die Blockbuster-Produktionen immer austauschbarer und uninteressanter werden und die aufregenden und spannenden Erzählungen nur noch in den – überwiegend amerikanischen – TV-Serien zu finden sind. Das stimmt, aber es gibt auch hin und wieder Filme, die das Gegenteil beweisen und das Kino mit Geschichten beleben, die man sehen und hören muss. „The Place Beyond the Pines“ gehört mit dazu.
Als Leitmotiv durchzieht ein zerrissenes und dann zusammengeklebtes Familienfoto den Film. Die drei Personen sehen glücklich aus: der Vater, die Mutter und das ein Jahr alte Kind. Doch nichts an dieser Augenblicks-Idylle stimmt. Der Vater, der mit einer Motorradshow von Rummelplatz zu Rummelplatz zieht, hat die Mutter mit dem Kind vor einem Jahr sitzengelassen und diese lebt seit einiger Zeit mit einem anderen Mann zusammen. Der spontane Versuch der Mannes, daraus (s)eine Familie zu basteln, scheitert in jeder und in allen Beziehungen. Doch das ist erst der Anfang des Films, der wie ein Triptychon angelegt ist. Danach geht es um seinen Gegenspieler und fünfzehn Jahre später rückt die Generation der Herangewachsenen in den Focus des Geschehens.
Das alles hier wiederzugeben, führt zu weit. Ab ins Kino, um großartige Schauspielern wie Ryan Gosling, Eva Mendes und Bradley Cooper zu treffen und sich auf einen visuell erregenden Film von epischem Ausmaß einzulassen.