Belle und Sebastian
von Nicolas Vanier – Frankreich 2013 – 94 Min.
Die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einem großen Hund ist nicht neu in der Literatur (und in den Filmen) für Kinder. Beruhend auf einem Jugendbuch-Bestseller von Cécile Aubry und einer französischen Fernsehserie aus den 1960er Jahren (sie wurde auch in der BRD und in der DDR ausgestrahlt) ist der Schauplatz hier ein idyllisches Bergdorf in den französischen Alpen nahe der Schweiz. Zwei Spannungsbögen kreuzen und verweben sich. Das ist zunächst einmal die Freundschaft zwischen dem Waisenjungen Sebastian und dem riesigen Hund, den die Bewohner des Dorfes für eine Bestie halten. Hinzu kommt noch die zeitgeschichtliche Ebene des Jahres 1943. Deutsche Soldaten besetzen das Dorf in der Absicht, diejenigen aufzufinden, die den Flüchtlingen über die Grenze helfen. Eine Treibjagd in doppeltem Sinne. Die Handlung spielt überwiegend in den schneebedeckten Bergen, was die ideale Kulisse für atemberaubende Szenen bildet. Ein emotional berührender Familien-Film, aber kein vordergründiges Family-Entertainment.