Jack Ryan: Shadow Recruit
von Kenneth Branagh – USA 2013 – 105 Min.
Die Russen sind auch nicht mehr das, was sie früher mal waren. Aber groß verändert haben sie sich auch nicht. Wollten sie vor x-Jahren den Westen mittels atomarer Bedrohung in die Knie zwingen und den Kapitalismus durch den Kommunismus ablösen, so geht es jetzt darum, dass russische Oligarchen die wichtigsten Finanzplätze in den USA und dann überall auf der Welt lahmlegen wollen. Da die CIA das nicht billigen kann, schickt sie ihren Superagenten Jack Ryan nach Moskau, um die Quelle der Bedrohung unschädlich zu machen. Das alte Schema „Westen: gut, Osten: böse!“ gilt nach wie vor, auch wenn sich der Regisseur Kenneth Branagh die Rolle des Bösewichtes selbst auf den Leib geschrieben hat. Er fordert sich hier aber kein differenziertes (Schau-)Spiel ab, sondern begnügt sich mit der handwerklichen Bedienung der Klaviatur des konfektionierten Spionage-Thrillers.