Porträt Horst Schäfer
Wertung: hervorragend

Zulu

von Jéromé Salle – F/Südafrika – 100 Min.

Ein Film, der nicht einfach zu bewerten ist. Der wie immer souveräne Forest Whitacker spielt den Chef der Mordkommission in Kapstadt. Er ist ein psychisches und physisches Opfer des Apartheid-Regimes, der auf Verwöhnung und nicht auf Vergeltung setzt. Er und sein Kollege (Orlando Bloom) müssen sich mit der Aufklärung mehrerer Verbrechen befassen, von denen vor allem Kinder und Heranwachsende in den Townships betroffen sind. Sie stoßen dabei auf kriminelle Machenschaften, die bis in die Zeiten des Apartheid-Regimes zurückreichen. Zunächst sieht es aus, als seien sie das Opfer einer neuen Designerdroge, doch dahinter steht ein rassistischer Plan von ultrabrutalen Rädelsführern aus der finsteren Vergangenheit. Es geht um Produkte des „Project Coast“, das rücksichtslos gegen Schwarze eingesetzt wurde. Das Ziel ist, die Männer zu sterilisieren oder zu töten. Je mehr die Cops in das Netzwerk vordringen, desto gefährlicher werden die Konsequenzen für sie selbst, ihre Kollegen und ihre Angehörigen. Und nun ist nicht mehr Versöhnung, sondern RACHE angesagt. Zwei hervorragende Darsteller in einem dichten Plot zwischen Action-Thriller und Polit-Thriller. Und der Regisseur beweist, dass er dieses Genre beherrscht und für Story und Protagonisten das passende Tempo und die richtigen Bilder gefunden hat.