Good Vibration
von Lisa Barros D’Sa und Glenn Leyburn – GB/Irl. 2012 – 102 Min.
Der Film erzählt die wahre Geschichte von Terri Hopoley, der Bomben mit Musik bekämpfte. Es bedarf schon sehr viel Mut und Selbstvertrauen, in den 1970er Jahren in Belfast mitten auf einer umkämpften Straßenmeile eine Plattenladen aufzumachen. Mit nicht viel mehr in der Hand als ein paar Scheiben aus der eigenen Sammlung. Es war schwer, aber die Zeit war günstig für „Good Vibration“, denn die aufkommende Underground-Szene mit Punks, Nerds, Rebellen und Teenies war fortan der Treffpunkt und ein Ort des Widerstands. Terri Hooley wird zum geliebten und gehassten Labelgründer und Konzertveranstalter und bringt einige Bands groß heraus. Wichtiger als die finanzielle Sicherheit sind ihm die ideelle Freiheit und die Gestaltungsmöglichkeit für musikalische Exzesse. Der Film ist ein liebevolles Plädoyer für die Kraft der Musik und den geistigen Widerstand – euphorisierend wie ein Partyrausch und ernüchternd wie der Morgen danach. Eine Zeitreise in eine musikalische Bewegung, die inmitten politischer Unruhen unbequem blühte.