Night Moves
von Kelly Reichardt – USA 2013 – 112 Min.
Die Umweltaktivisten Josh, Dena und Harmon wollen einen Staudamm in die Luft sprengen, um die Öffentlichkeit zum Umdenken zu bewegen. Sie erhoffen sich durch ihre Aktion eine Signalwirkung, die auf die Fragwürdigkeit solcher Bauten hinweist. Bei der Vorbereitung des Unternehmens zeigt sich, dass ihre Charaktere sehr unterschiedlich sind und sie sich keineswegs als Team oder sogar als Freunde verstehen. Die eigentliche Sprengwirkung liegt in dem Beziehungsgeflecht, denn die Folgen ihrer Aktion verlaufen anders als geplant. Die Regisseurin verzichtet auf vordergründige Spannungselemente. Detailliert zeichnet sie die akribischen Vorbereitungen auf und legt dabei ebensoviel Wert auf die damit verbundenen Veränderungen, die sie bei den Protagonisten hervorruft. „Night Moves“ ist ein intelligenter Psychothriller mit der Qualität der Geschichten von Patricia Highsmith.