Nightcrawler
von Dan Gilroy – USA 2013 – 117 Min.
Co-Produzent und Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal in der Rolle windigen, karrieregeilen Kamera-Journalisten, der nächstens durch Los Angeles Unterwelt zieht und darauf hofft, spektakuläre Action einzufangen. In Rene Russo als ehrgeizige TV-Nachrichtenchefin findet er die richtige Partnerin, die keine Skrupel kennt, um ihre lokalen News mit spektakulären Bildern ins Gespräch zu bringen. Keine Frage: der Protagonist des Geschehens geht dabei im wahrsten Sinne des Wortes sogar über Leichen.
Ein medienkritischer Thriller, der alle Klischees bedient und ohne neue, verblüffende Erkenntnisse endet. Was den Film dennoch auszeichnet: er ist perfekt gestylt, rasant gefilmt und mitunter auch spannend. In dem Film geht es (meistens) um kleinformatige Bilder aus Nahaufnahmen. In diesem Zusammenhang muss unbedingt die hervorragende Kamera von Robert Elswit genannt werden. Der mehrfach mit Preisen und Auszeichnungen bedachte Kalifornier gewinnt der oft in Szene gesetzten Stadt Los Angeles visuelle Reize ab, die so konzentriert bislang nicht oft zu sehen waren: die Stadt als Insel in der Wildnis, in der die Menschen nur Außenseiter sind – aus einer Weitwinkel-Perspektive mit eindringlichen Farb-Kompositionen.