The Imitation Game
von Morten Tyldum – USA/GB 2014 – 115 Min.
Es geht um den genialen Mathematiker Alan Turing, der den Enigma-Code der deutschen Ehrmacht geknackt hat. Turing war ein Denksport-Freak mit einem sturen Kopf, der sich in der hierarchischen Welt des englischen Geheimdienstes nicht einfügen konnte bzw. wollte. Wenn es stimmt, dass seine Entdeckung lange Zeit verschwiegen wurde – die Nazis durften es nicht erfahren – und sehr kontrolliert mit den authentischen Nachrichten umgegangen wurde, so ist es allerhöchste Zeit, diesen Mann entsprechend zu würdigen. Da er homosexuell war, wurde er von der Gesellschaft geächtet und 1952 sogar angeklagt und verurteilt. Zwei Jahre später nahm er sich im Alter von 42 Jahren das Leben.
Es ist das Verdienst dieses außergewöhnlichen, spannenden und aufschlussreichen Films, Turings Schicksal jetzt öffentlich zu machen. Und niemand könnte seine Rolle so perfekt und spektakulär spielen wie Benedict Cumberbatch, der wieder einmal mehr beweist, dass er der richtige Protagonist für solche faszinierende und umstrittene Charaktere ist.