Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Das Neuss Testament

von Rüdiger Daniel - D 2008 - 72 Min.

Es ist unmöglich, in so kurzer Zeit dem Protagonisten Wolfgang Neuss gerecht zu werden. Dazu ist das, was er geleistet hat, zu umfangreich: die Filme, die Texte, die Bühnenprogramme, die Aktionen usw. usf. Der Film schafft es aber, auf die vielen Aspekte seines Lebens hinzuweisen und macht neugierig, mehr von ihm zu erfahren oder sich wieder einmal mit ihm zu beschäftigen - die alten Filme sehen, die CDs hören, vor allen der Mitschnitt seines Solos in der Theater-Kantine des BE im Januar 1965. Die Begegnung mit Wolfgang Neuss in dem Film von Rüdiger Daniel - ein Fan von ihm, und nur ein solcher konnte den Films machen - macht schmerzlich klar, dass uns heute so einer wie er fehlt. Und daher ist es gut, so oft wie möglich an ihn zu erinnern. (Ich selbst kenne seine Filme, habe auch seine Programme im Domizil am Lützow-Platz besucht und hatte selbstverständlich "Neuss Deutschland" abonniert.)