Der Junge im gestreiften Pyjama
GB 2009 - 90 Min.
Der achtjährige Bruno ist der Sohn eines strammen Nazioffiziers, der befördert und von Berlin aus zu einem neuen Posten versetzt wird. Seine Familie muss mit. Das Haus, in dem sie einziehen, steht nicht weit von einem Konzentrationslager entfernt. Bruno ist es nicht erlaubt, sich dorthin zu begeben. Er vermutet einen Bauernhof mit merkwürdigen Menschen. Bruno ist phantasiereich und abenteuerlustig. Da seine Neugier stärker ist als seine Angst vor Strafe, erkundet er die Umgebung und lernt den gleichaltrigen Shmuel kennen, der sich hinter dem Stacheldrahtzaun aufhält. Die beiden Jungen nähern sich an. Auch wenn die Leben der Jungen durch den Zaun physisch voneinander getrennt sind, so verflechten sie sich doch auf unausweichliche Weise. Brunos Mutter erfährt von dem bislang geheimgehaltenen Kommando ihres Mannes. Die Familie löst sich auf. Bruno sucht die letzte Begegnung mit Shmuel und schmuggelt sich in das Lager ein - sein letztes Abenteuer.
Dem Film zugrunde liegt das gleichnamige Buch von John Boyne. Hier wird das Geschehen aus der Perspektive des Jungen beschrieben. Der Regisseur Mark Herman war auf Authentizität bedacht, was den Film sehr konstruiert wirken lässt und die Handlung unglaubwürdig macht. Im Roman setzt sich die Erlebniswelt des Jungen im Kopf des Lesers zusammen; im Kino sieht man die (vorgegebenen) Bilder. Und das kommt einfach nicht zusammen!