Porträt Horst Schäfer
Wertung: sollte man gesehen haben

Die Poesie des Unendlichen

von Matthew Brown – USA/GB 2015 – 114 Min.

Es geht um die historisch verbürgte Freundschaft zwischen zwei Mathematikern: dem Inder Srinivasa Ramanujan (1887-2920) und dem Briten Godfrey Harold Hardy (1877-1947). Ramanujans einzigartige Theorien brachten das Zahlengenie aus Südindien kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs von einfachsten Verhältnissen zu höchsten akademischen Ehren der Universität von Cambridge. Der Film beschreibt den schwierigen Weg eines brillanten jungen Mannes in eine Kultur, die ohne Beweise nicht zu glauben bereit ist. Mathematik ist für Außenstehende nicht sonderlich spannend – und das darf man von diesem Film auch nicht erwarten. Er ist ein Zeit- und Personenporträt mit ruhigen, konzentrierten Bildern und zwei Hauptdarstellern, denen man gerne zuschaut, auch wenn die endlosen Zahlenreihen auf den Kreidetafeln unverständlich bleiben. Ein wenig Fachkenntnisse beim Publikum wären nicht schlecht.