Lion
von Garth Davis – USA/Aus/GB 2016 – 120 Min.
Unglaublich, aber wahr! Eine authentische Lebensgeschichte wie aus einem perfekten Drehbuch. Der fünfjährige Saroo aus einer indischen Kleinstadt ist mit seinem Bruder unterwegs. In einer Bahnstation suchen sie in den leeren Wagons nach Münzen und Essensresten. Die beiden werden getrennt und Saroo wacht nach einer traumatischen Zugfahrt am anderen Ende des Kontinents in Kalkutta auf. Auf sich allein gestellt und ohne sich verständigen zu können irrt er wochenlang durch die gefährlichen Straßen der Stadt, bis er in einem Waisenhaus landet. Von dort aus wird er von einem australischen Ehepaar adoptiert. Seine Kindheit und Jugend verbringt er in der sicheren Obhut der Familie.
Zwanzig Jahre später macht er sich energisch auf die Suche nach seiner Herkunft. Nacht für Nacht fährt er mit Google Earth auf seinem Laptop das Zugnetz Indien ab und sucht nach Hinweisen auf seinen früheren Wohnort und seine leibliche Familie. Er hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als das Unglaubliche passiert und er im Internet auf ein Dorf stößt, das seiner Erinnerung entspricht.
Eine emotional tief bewegende Handlung über die Suche nach den eigenen Wurzeln, getragen von einem hervorragenden Darsteller-Ensemble und umrahmt von den wirkungsvollen Bildern des renommierten australischen Kameramannes Greig Fraser. Mitunter hat der Film mit einer Laufzeit von zwei Stunden einige Längen, aber eine so außergewöhnliche Geschichte lässt sich nicht im Zeitraffer erzählen.