Porträt Horst Schäfer
Wertung: kann man sich ansehen

Arthur & Claire

von Miguel Alexandre – D/A/NL 2017 – 99 Min.

In einem Hotel in Amsterdam begegnen sich zwei Menschen, von denen jeder für sich bereits mit dem Leben abgeschlossen hatte. Doch dann vereitelt Arthur, der nur ein letztes stilvolles und vor allem einsames Dinner im Sinn hatte, durch Zufall den Plan der jungen Claire. Aus den beiden Lebensmüden wird eine unerwartete Schicksalsgemeinschaft, die gemeinsam in die Amsterdamer Nacht aufbricht und zwischen Grachten, Coffee Shops, bestem Whiskey und vorsichtiger neuer Freundschaft beginnt, die Pläne des Anderen gehörig zu durchkreuzen. Eine vorhersehbare Geschichte. Sie endet so, wie man es sich als Zuschauer wünscht, da die Protagonisten eigentlich sehr sympathisch sind. Aber das alles zieht sich hin – so wie die lange Nacht in Amsterdam mit viel Leerlauf und leichten Ermüdungserscheinungen. Der Story merkt man an, dass die Vorlage ein gleichnamiges Theaterstück ist, da der (eigentlich visuell aufregende) Schauplatz Amsterdam von der Kamera so gut wie völlig ignoriert wird. Und nicht überall wo Hader draufsteht ist auch Hader drin. Sein schwarzer Humor und sein Gespür für Selbstironie und Lakonie sind in die Grachten gefallen.